Penzing – Knapp 30 Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft 60plus der Landsberger SPD haben das ADAC-Testzentrum Mobilität auf dem Gelände des ehemaligen Fliegerhorsts in Penzing besucht. Sebastian Bauer vom ADAC führte die Gruppe durch die 2022 eröffnete Einrichtung.
Im Testzentrum werden Fahrzeuge, Sicherheitssysteme und neue Mobilitätstechnologien untersucht. Dazu gehören unter anderem Assistenzsysteme, autonomes Fahren und Elektromobilität. Ein Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung von Prüfverfahren, die den Schutz von Radfahrenden, Fußgängern und Kindern verbessern sollen.
Mit Attrappen von Menschen und Tieren lassen sich unterschiedliche Gefahrensituationen simulieren. Außerdem werden Crashtests mit Transportern sowie Untersuchungen von Abbiegeassistenten für Lastwagen durchgeführt. Viele Fragen der Besucherinnen und Besucher beschäftigten sich mit dem autonomen Fahren, den technischen Voraussetzungen und den gesetzlichen Rahmenbedingungen.
Der Leiter des Testzentrums, Sebastian Linth, stellte der Gruppe anschließend die Arbeitsräume in der denkmalgeschützten ehemaligen Flugzeughalle vor. Der ADAC arbeitet in Penzing auch mit der Hochschule Augsburg und der Technischen Universität München zusammen. Gemeinsam mit dem Technologietransferzentrum Data Science und Autonome Systeme werden unter anderem autonome Shuttlefahrzeuge erprobt.
Für die Versuche stehen die frühere, 2.200 Meter lange Start- und Landebahn sowie eine rund 100.000 Quadratmeter große Multifunktionsfläche zur Verfügung.
Zum Abschluss demonstrierte Sebastian Bauer die Möglichkeiten und Grenzen moderner Assistenzsysteme. Beim Rückwärtsfahren erkannte ein Pkw einen Kinderdummy und bremste selbstständig ab. Vor einem einfachen Karton reagierte das System dagegen nicht. Die Vorführung machte deutlich, dass Assistenzsysteme die Aufmerksamkeit und Verantwortung der Fahrenden nicht ersetzen können.