Gauting, – Es ist ein wichtiges Signal für die Freizeitgestaltung und die Lebensqualität in Gauting: Das Gautinger Sommerbad erhält eine Förderung in Höhe von 720.000 Euro aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“. Die Entscheidung dazu fiel im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages. Angesichts einer enormen Nachfrage ist dieser Zuschlag ein bedeutender Erfolg für die Region. Das Programm war mit über 900 Projektskizzen und einem Gesamtvolumen von etwa 3,2 Milliarden Euro rund 13-fach überzeichnet.
Jamila Schäfer, MdB und Mitglied im Haushaltsausschuss, freut sich besonders über den lokalen Bezug: „Als Jugendliche, die in München-Hadern aufgewachsen ist, habe ich, wie so viele aus meinem Viertel, viel Zeit im Gautinger Schwimmbad verbracht. Das Freibad ist toll, aber die Anlage ist schon sehr in die Jahre gekommen. Es freut mich daher besonders, dass es gelungen ist, die Förderung für die Sanierung in meine Heimatregion zu holen, damit die Kinder und Jugendlichen von heute und morgen diesen tollen Ort auch genießen können.“
Für den Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen ist die Förderung ein Beleg dafür, dass gezielte Investitionen in die kommunale Infrastruktur Vorrang vor kurzfristigen populistischen Maßnahmen haben müssen. „Es ist gut, dass es für die Kommunen endlich ein positives Signal vom Bund gibt und Geld in die Infrastruktur investiert wird, statt in Tankrabatte mit der Gießkanne“, betont Benjamin Barho, Kreisrat und Co-Sprecher des Grünen Kreisverbands. „Ein großes Dankeschön gilt dabei auch dem Förderverein Sommerbad Gauting e.V., dessen unermüdliches, ehrenamtliches Engagement und die Unterstützung der Bürger*innen zeigen, wie wichtig dieses Bad für die Gemeinschaft ist. Menschen müssen erleben, dass das, was ihnen vor Ort wichtig ist, erhalten bleibt. Es ist ein positives Signal für die Demokratie, wenn Dinge konkret vorwärtsgehen.“
Gleichzeitig mahnen die Grünen an, dass punktuelle Förderprogramme allein nicht ausreichen, um den Sanierungsstau in vielen Kommunen dauerhaft zu beheben. „Wir Grüne wünschen uns, dass der Bund neben solchen Programmen endlich dafür sorgt, dass Kommunen finanziell besser ausgestattet sind, beispielsweise über die Umsatzsteuerpunkte“, ergänzt Elke Schubert, Co-Sprecherin der Grünen im Kreis Starnberg. „Nur so können Kommunen eigenverantwortlich und planbar entscheiden, welche Einrichtungen saniert werden müssen, ohne auf Glück bei überzeichneten Förderaufrufen angewiesen zu sein.“
Die Förderung fließt aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität und soll dazu beitragen, die Anlage zu modernisieren, die Energieeffizienz zu steigern und bauliche Barrieren abzubauen. Damit wird ein wichtiger Beitrag geleistet, um das Schwimmbad als Ort für alle Generationen, Schulen und Vereine langfristig zu sichern.