Das Klinikum Landsberg ist eine elementare Stütze unserer Gesundheitsversorgung für unsere Bürgerinnen und Bürger in unserem Landkreis und weit darüber hinaus.

Galt der Klinikstandort vor vielen Jahren noch als Wackelkandidat, besonders in einer Situation, in der es zu viele Kliniken gab und die Bundespolitik beschlossen hat, dass Standorte geschlossen werden müssen, hat sich diese Situation mittlerweile grundlegend verändert. Es ist als Verdienst von Altlandrat Thomas Eichinger und dem Klinikumvorstand Marco Woedl anzusehen, dass sich diese Situation grundlegend geändert hat. Darüber hinaus ist es den beiden gelungen, den Standort durch die geplanten Erneuerungen und Erweiterungen weiter zu stärken und das medizinische Angebot sogar noch auszubauen. In diesem Zusammenhang hat der Verwaltungsrat der letzten Legislaturperiode immer großen Wert darauf gelegt, sich in vielen medizinischen Fachbereichen zu einem regionalen Zentrum zu entwickeln und damit eine Mittelstellung zwischen der überregionalen Maximalversorgung (Universitätskliniken) und den kleinen, regionalen Krankenhäusern einzunehmen. Die Stellung als regionales Zentrum ist die Garantie für den Fortbestand des Klinikumstandortes in der Zukunft.

Die Gelder dafür stehen seitens der Bayerischen Staatsregierung bereit, wie der Landtagsabgeordnete Alex Dorow kürzlich in seiner Pressemitteilung verlautbaren ließ und wurden teilweise bereits bewilligt. In diesem Zusammenhang bitten wir, dass unsere neue Landrätin Daniela Groß dieses Projekt mit der gleichen Entschlossenheit und dem gleichen Einsatz voran treibt, wie ihr Vorgänger es tat. Politische Überlegungen und Taktik sind an dieser Stelle fehl am Platz. Die Gesundheitsversorgung heute und in der Zukunft muss im Fokus stehen.

Wir erinnern uns daran, dass es in der letzten Legislaturperiode von Seiten der damaligen Opposition im Kreistag Bestrebungen gab, Klinikumvorstand Woedl zu ersetzen. Bis heute wurde sein Vertrag, der laut Zeitungsinformationen bald ausläuft, noch nicht verlängert. Da Woedl ein wichtiger Erfolgsfaktor für die Ausbaupläne des Klinikums ist, sehen wir es als dringend notwendig an, die Vertragsverlängerung jetzt auf dem Weg zu bringen und so für Kontinuität zu sorgen. Es ist wichtig, in dieser entscheidenden Phase die Pferde keinesfalls zu wechseln! Wir bitten im Sinne unserer Gesundheitsversorgung, insbesondere der Notfallversorgung, unsere Landrätin Frau Groß, eindringlich darum, sich mit höchster Priorität um das Gelingen dieses Projektes zu bemühen, und wir wissen, es ist für sie ebenfalls eine Herzensangelegenheit von größter Wichtigkeit.

Der Vorstand des Gesundheits- und Pflegepolitischen Arbeitskreises (GPA)

Heike Roletscheck

Prof. Dr. Dr. Gunther Hofmann

Erich Püttner

Rainer Jünger