Dießem – Zum KAB-Vortrag über „Künstliche Intelligenz“ (KI) war der Dießner Traidtcasten gut gefüllt und viele Interessierte hatten sich eingefunden.

Mit Diakon Erwin Helmer referierte ein ehemaliger Dießner zum Thema Künstliche Intelligenz (KI), dazu kam Tim Bücher aus München als IT-Fachmann, moderiert von dem Journalisten und Philosophen Alois Kramer. Am 15. Mai hat Papst Leo XIV die Enzyklika mit dem Titel: „Die grossartige Menschheit“ veröffentlicht, über „die Bewahrung des Menschen im Zeitalter der künstlichen Intelligenz“. Diakon Helmer zitierte aus dem Schreiben, das den Einsatz für die Würde jedes einzelnen Menschen und für das Gemeinwohl als entscheidenden Anker der Zukunft beschreibt. Papst Leo sagt: „Künstliche Intelligenzen machen keine Erfahrungen, besitzen keinen Leib, empfinden weder Freude noch Schmerz, reifen nicht in Beziehungen, wissen nicht von ihrem Inneren her, was Liebe, Arbeit, Freundschaft und Verantwortung bedeutet. Sie haben auch kein moralisches Gewissen: Sie unterscheiden nicht zwischen Gut und Böse.“ Deshalb dürfe man niemals einer KI-gesteuerten Maschine blind „vertrauen“, sondern müsse immer die Verantwortung der Menschen, die KI verwenden im Auge behalten. IT-Mann Tim Bücher sieht große Vorteile durch KI, die eine immer größere Rolle in der Arbeitswelt spielt: „Aber KI ist nicht neutral. Sie muss aktiv gestaltet und kontrolliert werden.“ Jugendliche sollten sich nicht von Chat GPT oder anderen KI-Assistenten abhängig machen. „Wenn eine junge Frau täglich seine KI befragt: ‚Was soll ich heute anziehen?‘, kann das zu Abhängigkeiten führen. Einige Zuhörer berichteten von „Schockanrufen“, die durch KI täuschend echt wirken können. Ein gesundes Misstrauen sei immer nötig, aber Angst sollte niemand dabei entwickeln. Diakon Helmer rief dazu auf, nicht allen technischen Unsinn mitzumachen, sondern die Künstliche Intelligenz als „ein Werkzeug zu nützen, das dem Menschen und dem Fortschritt in jedem Fall dienen kann. Dafür steht die KAB und dafür sollten wir alle hellwach sein.“