Herrsching – Anlässlich der erneuten Auszeichnung Herrschings als Fairtrade-Gemeinde lädt die örtliche Steuerungsgruppe am Mittwoch, 30. September, um 19.30 Uhr zu einem Film- und Informationsabend in das Evangelische Gemeindehaus der DreiSeen-Gemeinde ein.
Gezeigt wird der halbstündige Dokumentarfilm „Bittere Orangen“. Er beleuchtet die menschenunwürdigen Lebens- und Arbeitsbedingungen von Erntehelferinnen und Erntehelfern in Süditalien und Sizilien. Viele von ihnen arbeiten ohne gesicherten Aufenthaltsstatus für geringe Löhne bei der Tomaten- und Orangenernte. Der Film thematisiert außerdem die Rolle der Mafia sowie den Preisdruck, unter dem landwirtschaftliche Betriebe durch Supermarktketten und große Konzerne stehen. Auch die Verantwortung der Handelsunternehmen und das Lieferkettengesetz werden behandelt.
Im Anschluss berichtet Christiane Lüst von öko&fair Gauting über ihre regelmäßigen Gruppenreisen nach Süditalien. Dort besucht sie Kooperativen des Zusammenschlusses NoCap. Die beteiligten landwirtschaftlichen Betriebe stellen sich gegen den Einfluss der Mafia und produzieren ohne Ausbeutung zu fairen Bedingungen.
Der Weltladen der Indienhilfe präsentiert an diesem Abend sein italienisches Sortiment. Dazu gehören unter anderem Dosentomaten, Pasta, Kekse, Knabbergebäck, Orangensaft, Mandeln und Olivenöl aus mafiafreier und fairer Produktion.
Vor der Filmvorführung nehmen Elisabeth Kreuz, Sprecherin der Fairtrade-Steuerungsgruppe, und Herrschings Bürgermeister Christian Schiller die Urkunde zur Wiederauszeichnung offiziell entgegen.
Die Veranstaltung findet im Saal des Evangelischen Gemeindehauses der DreiSeen-Gemeinde, Madeleine-Ruoff-Straße 2, statt.